Wärme aus Holz

Sonntag, den 15. Februar 2009 um 15:22 Uhr
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Erdgas und Öl sind die häufigsten Rohstoffe, mit denen Häuser und Wohnungen beheizt werden. Daneben hat das Heizen mit Biomasse - insbesondere mit Holz - in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Trotzdem ist diese umweltfreundliche Heizmethode noch immer wenig bekannt und oft unterschätzt. Dabei hat die Technik inzwischen an Perfektion gewonnen und bietet gegenüber den konventionellen Heizmethoden zahlreiche Vorteile. Moderne Holzheizungen haben nichts mehr mit dem guten alten Kanonenofen gemein. Mit Holz kann auf verschiedene Weise geheizt werden, etwa im Kamin oder einer Pellet- oder Scheitholzheizung. Wir stellen die gängigsten Varianten vor.
Holzarten:

Pellets

pellets.jpgPellets werden aus naturbelassenen Spänen der Holzverarbeitung hergestellt. In einem speziellen Fertigungsverfahren werden die Späne in industriellen Anlagen unter hohem Druck zu harten Holz-Pellets verdichtet – Bindemittel oder Zusatzstoffe sind nicht nötig.

Stückholz

stueckholz.jpgStückholz (Scheitholz) stammt meist direkt aus dem Wald. Während die CO2-Bilanz von Biomasse neutral ist, steigt durch die Verbrennung der fossilen Energieträger der CO2-Anteil der Erdatmosphäre. Bei der Verbrennung von Holz entsteht als Hauptbestandteil des Rauchgases wie bei der Verrottung: Kohlendioxid, Wasser und Mineralstoffe (Asche). Alle drei sind wichtige Pflanzennährstoffe. Die Asche wird daher als Dünger wieder im Wald oder auf der Wiese verteilt, Kohlendioxid und Wasser gelangen über Luft zu den Bäumen. Damit schließt sich der Kreis der Bioenergie.

Hackgut

Hackgut wird vor allem von den ansässigen Landwirten produziert und vertrieben. Das Holz wird nach einer mehrmonatigen Trockenphase in ca. 3 cm große Schnitzel aufgehackt. Die Aufbereitung und Lagerung ist somit einfach und risikoarm und benötigt außerdem sehr wenig Energie.hackgut.jpg